Das stellt die türkische Regierung in ihrem am Freitag den Vereinten Nationen in New York übermittelten Abschlussbericht fest.Da die Seeblockade des Gazastreifens durch Israel unrechtmäßig sei, sei auch "jede Handlung, die dieser Blockade dient, unrechtmäßig". Die israelischen Soldaten hätten "maßlose, rücksichtslose und unverhältnismäßige Gewalt" angewandt. Die Solidaritätsaktivisten an Bord hätten dagegen von ihrem Selbstverteidigungsrecht Gebrauch gemacht, aber keine Waffen verwendet.Im Vorjahr hatten Angehörige der israelichen Marine bei einer Kommandoaktion gegen eine Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern acht türkische Palästina-Solidaritätsaktivisten und einen türkisch-amerikanischen Doppelstaatsbürger an Bord des Schiffes "Mavi Marmara" getötet.Die türkische Regierung erklärte, eine unabhängige Untersuchung könne nicht von Israel durchgeführt werden, das den Überfall zu verantworten habe. Israel sitze "auf der Anklagebank", wolle aber gleichzeitig Staatsanwalt und Richter sein. Ankara hat verlangt, dass die Untersuchung "unter der direkten Kontrolle der Vereinten Nationen" erfolgt.
11 Februar 2011 - 20:30
News ID: 225847
Israel hat mit seinem Militärangriff in internationalen Gewässern auf eine Hilfsflotte für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen gegen internationales Recht verstoßen.